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Schüleraustausch mit unserer chinesischen Partnerschule in Ningbo 2011/12

Auch im Schuljahr 2011/2012 fand wieder ein Schüleraustausch mit unserer chinesischen Partnerschule in Ningbo statt. Sowohl die deutschen Austauschschüler waren schon in China, als auch die chinesischen Partner besichtigten schon die deutsche bzw. fränkische Umgebung. 

Die folgenden Impressionen entstanden während des Aufenthalts der Schüler des FRGs in China:

Im Lande der Mitte

Bericht über den zweiwöchigen Schüleraustausch

"Ebern-Ningbo" vom 28.10.2011 bis zum 13.11.2011


Am 28.10.2011, um drei Uhr am Nachmittag, startete das Unternehmen "China".

vollgepackt und guter Dinge machten sich 24 Schüler und Schülerinnen des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Begleitung des Direktors Herr Schmidt und der beiden Lehrkräfte, Herr Hein und Frau Feist, auf den Weg in das uns noch unbekannte China. Nach einem etwa zehnstündigen Flug mit mehr als 9000 Flugkilometern erreichten wir den Flughafen Shanghai-Pudong. Es blieb uns vorerst keine Zeit, die Metropole zu bestaunen, in die mindestens ein Drittel der deutschen Bevölkerung passen würde, da wir gleich weiter zu unseren ersten Etappenziel fuhren, der Stadt Ningbo. Während der Fahrt überquerten wir die mit etwa 36 Kilometern zweitlängste Brücke Chinas.

Als wir dann in unserer Partnerschule ankamen, erwartete uns ein äußerst herzlicher Empfang von unseren Austauschschülern, die wir bereits in Deutschland willkommen hießen. Todmüde vom Jetleg verbrachten wir unsere erste Nacht bei unseren Gastfamilien. Die darauffolgende Woche in unserer Partnerschule, der No. 3 Middle school in Ningbo, verschuf uns Einblicke in die chinesische Kultur, die sehr stark vom Aberglauben geprägt ist. Wir lernten, dass die Chinesen ihr Land nicht China nennen, sondern Zhongguo, was zu deutsch soviel wie "Land der Mitte" heißt. Wir nahmen mit unseren Gastschülern am Unterricht teil und konnten selber den Kalligraphiepinsel schwingen. Wir erfuhren außerdem, wie man über die Türschwelle eines Tempels läuft, ohne fürchten zu müssen, dass sich dabei unsere Seele spaltet. Zudem machten viele Sehenswürdigkeiten, wie der Beilun Hafen oder die Altstadt Cicheng, den Aufenthalt in Ningbo kurzweilig und höchstes interessant. Nach einen mehr als gelungenen Abschiedsfest von unseren internationalen Freunden, ging die Reise in ihre zweite Woche über, die gefühlsmäßig noch kürzer war als die Erste.

"Im Himmel ist es das Paradies, auf Erden ist es Suzhou und Hangzhou", sagen die Chinesen, wenn sie von den zwei Städten reden, die in der Nähe von Shanghai liegen.

Diesen Spruch konnten wir bestätigen aufgrund des fast schon majestätischen Städtebilds. Auf den ersten Blick schienen sich die beiden Städte nicht von Ningbo zu unterscheiden, aber auf den zweiten Blick erkannten wir, dass die für chinesische Verhältnisse relativ grünen Städte, ihren eigenen Charm hatten. Wir besuchten den Westsee, nahmen an einer chinesischen Teezeremonie teil,

um den besten Tee Chinas zu probieren, besuchten wir die Seidenfabrik in Suzhou und kauften uns anschließend Produkte aus echter, hochwertiger Seide. Nach den zwei Tagen ging es nach Shanghai. Shanghai heißt auf deutsch so viel wie oberhalb des Meeres, völlig berechtigt da die Metropole durchschnittlich nur 4 Meter über den Meeresspiegels liegt. In der wichtigsten Industriestadt Chinas herrschen ganz andere Dimensionen. Die Einwohnerzahl wird auf ca. 25 Millionen geschätzt und aufgrund des Platzmangels baut man hier einfach in die Höhe. Das Highlight schlechthin war der Blick auf die berühmte Shanghaier Skyline, die abends immer grandios beleuchtet ist.

Zugegeben, man hat schon etwas Bedenken, wenn der Lift in weniger als einer Minute 88 Stockwerke des 420 Meter hohen Jin Mao Towers buchstäblich "hochrast", lediglich das World Financial Center, unmittelbar neben dem Jin Moa Tower ist noch höher und mit 492 Metern "The top of China". Oben angekommen erhielten wir einen sehr weiten Blick auf Shanghai, der glücklicherweise nicht durch den Smog beeinträchtigt wurde.

Daraufhin stiegen wir in einen Schlafzug ein und legten ca. 1400 Kilometer zurück, um am nächsten Morgen Beijing zu erreichen, was auf deutsch soviel heißt wie nördliche Hauptstadt. Die Zugfahrt war ein Abenteuer für sich, da man wohl davon ausgehen konnte, dass die Anzahl der Touristen, die schon einmal mit diesem Arbeiterzug gefahren sind, an einer Hand abzählbar war. Tatsächlich wurden wir in dem Zug wie Wesen, von einen anderen Stern bestaunt.

In Beijing angelangt erwartete uns ein blauer Himmel, perfekt also um zum Himmelstempel zu fahren und schnell ein paar Fotos zu schießen.

Anschließend liefen wir über den Platz des himmlischen Friedens und statteten der heutzutage "erlaubten Stadt" einen Besuch ab.

Ein weiteres Highlight Beijings bot die große Mauer. Oben angekommen, hatte man das Gefühl, eine Bergtour übers Wettersteingebirge hinter sich zu haben. Aber dafür bot sich ein hervorragender Ausblick auf die Mauer, den wir mit Stolz genießen konnten. Zu dem einmaligen Genuss von Beijing kao ya, der wohlbekannten Peking Ente, sind wir am letzten Abend auch noch gekommen. Und mit dem Sprichwort "Ente gut, alles gut" , was es sowohl in China auch in Deutschland gibt, beendeten wir unseren aufschlussreichen und interessanten Chinaaustausch. Außerdem hoffen wir wieder auf einen erfolgreiche Austausche in den nächsten Jahren.

Redaktion Felix Habermann

Chinesische Partner aus Ningbo zu Gast am FRG und im Landkreis Haßberge

Landkreis Haßberge. Zum zweiten Mal überhaupt besuchte im Juli eine Gruppe chinesischer Austauschschüler den Landkreis Haßberge. Die 23 15 bis 16 Jahre alten Schülerinnen und Schüler der besuchen die Mittelschule „Nr. 3“ in der Millionenstadt Ningbo südlich von Shnghai am chinesischen Meer, die seit 2007 eine Schulpartnerschaft mit dem Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern pflegt. Die chinesische Schülergruppe wird von Schulleiter Zhang Xi begleitet, sowie den Lehrerinnen Quan Hui und Zhang Wie. Bei dem Empfang im Landratsamt versicherte Landrat Rudolf Handwerker den Besuchern, dass ihm der internationale Jugendaustausch außerordentlich wichtig sei und er ihn unterstütze, so gut er könne“ Wir sind auf der Welt darauf angewiesen, globale Probleme gemeinsam zu lösen. Das kann man aber nur gut, wenn man sich versteht.“ Deshalb sei die persönliche Begegnung der Jugendlichen aus vielen Ländern so wichtig. Schulleiter Schulleiter Xi sah das genauso und betonte, dass ihm die Freundschaft zwischen seiner Schule und dem Eberner Gymnasium deshalb so wichtig sei. Bei dieser Gelegenheit lud er auch den Landrat und Direktor Klauspeter Schmidt herzlich zu einem Besuch nach Ningbo ein.