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P-Seminar: Erlebnispädagogik

Schüler und Schülerinnen verbringen immer mehr Zeit an der Schule. Der Unterricht ist oftmals sehr kopfbetont und „sitzgefesselt“. Der Erlebnischarakter kommt oft zu kurz, um ganzheitlich – mit allen seinen Sinnen – Neues zu erlernen. Welche Möglichkeiten gibt es also, dass Schule und Unterricht spannender und das Miteinander gestärkt werden können?

Dieser Herausforderung stellte sich das P-Seminar „Lernen mit allen Sinnen im Lernfeld Natur – Erarbeitung und Umsetzung von erlebnispädagogischen Konzepten“. 15 Schülerinnen und Schüler des Oberstufenseminars, begleitet durch StR M. Wolf, planten und bauten selbständig vom Frühjahr bis zum Jahresende 2017 auf dem Sportplatz einen festinstallierten Parcours mit verschiedenen erlebnispädagogischen Stationen. Die sechs verschiedenen Stationen können alleine oder bevorzugt im Team bewältigt werden, wobei ein Schüler blind durch akustische Anweisungen oder durch Führung an der Hand durch den (Vertrauens-)Parcours geführt wird, um das Vertrauen in sich bzw. auf seinen Klassenkameraden zu stärken. Solch eine Teambuildingmaßnahme und weitere Gruppenerfahrungen in der Natur sollen die Persönlichkeit und die soziale Kompetenz stärken und entwickeln.

 

Grundlegende Ziele der Schulerlebnispädagogik sind die Bildung und Stärkung der Selbst- und Partner-Kompetenz, die reflektierte Übernahme von Verantwortung im sozialen Bereich, die Entwicklung von Risikokompetenz und Wagnisfähigkeit, die Schaffung einer Klassengemeinschaft sowie der Erwerb von methodischen Kompetenzen zu diesen Zielsetzungen.

Die Schulerlebnispädagogik will nicht bei den Defiziten ansetzen, sie setzt bei den Fähigkeiten und Potentialen der Schülerinnen und Schüler an. Die an die Lernenden gestellte Aufgabe oder gesetzte Situation macht ein Handeln notwendig. Es werden alle Sinne angesprochen, im Gegensatz zu theoretischen Lernsituationen. Somit sind nicht nur kognitive, sondern auch die emotionale und aktionale Lernebenen berücksichtigt.

Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Wagnisbereitschaft und Persönlichkeit spielen eine zunehmende Rolle in der Gesellschaft und sollten auch in der Schule stärker gefördert werden.

 

Folgende Bilder zeigen die engagierte und schweißtreibende Arbeit der Oberstufenschüler dieses Seminars. Leider hat das extrem regnerische Wetter zum Ende der Bauphase dem Team einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass das Projekt vor der aktuellen Schulgarten AG im Sommer 2018 fertig gestellt werden wird.

Alle sind herzlich (nach der Fertigstellung) in den Schulgarten/ auf den Sportplatz eingeladen, um sich im Team am Erlebnisparcours auszuprobieren. J